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2040. Charles Oudin, Ewiger Kalender mit Mondphase, Paris, um 1890

Von ausserordentlicher Seltenheit mit ewigem Kalender-Retrograde, Anzeige der Mondphase und Chronometerhemmung.
Massives 750 Gelbgold-Gehäuse, Nr. 1734, 52,5 mm. Kronenhals mit ovalem Bügel, Goldkrone, im Zentrum der Drücker zum Öffnen des Deckels, auf der Seite, in der Gehäusewandung, der Drücker für die Zeigerstellung. Sehr schön gestaltetes, weiss emailliertes Zifferblatt mit schwarzen römischen Ziffern für die Stunden- und arabischen Ziffern für die Minutenanzeige. Unten Hilfszifferblatt für die Sekunde, oben der ovale Ausschnitt für die Anzeige der Mondphase. Kreisbogenförmige Datumanzeige nach dem Retrograde-Prinzip, darunter auf einer Ebene die ovalen Fensterausschnitte für den Wochentag und den Monat. Feine, gebläute Stahlzeiger Typ "fleur de lis". Auf dem Zifferblatt signiert CH. OUDIN, auf der Cuvette No. 35037 Ch. Oudin HORLOGER DE LA MARINE 17. AVENUE DE L'OPERA PARIS. Im Gehäuseboden der Goldstempel, der Gehäusemacherstempel HR und die Gehäusenummer 1734, im Deckel, im Boden und auf der Gehäusewandung der nicht lesbare Pariser Goldstempel, im Deckel die letzten zwei Ziffern der Gehäusenummer, unter dem Zifferblatt auf der Platine die Bezeichnung LE COULTRE A GENEVE und die Nummer 35037. In feinster Qualität gearbeitetes, feuervergoldetes Chronometerwerk.
- Sehr guter Erhaltungszustand.

Provenienz: Schweizer Privatbesitz, Zürich.

Diese selten schön gearbeitete Taschenuhr zählt zu den grossen komplizierten Uhren aus dem späten 19.Jh. Von besonderem technischem Interesse ist die Datumanzeige nach dem Retrograde-Prinzip. Der Datumzeiger wandert unter Berücksichtigung der verschiedenen Monatslängen bis an den rechten, unteren Rand des Halbkreises und springt dann automatisch zurück auf 1. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die übrige Gestaltung des Zifferblattes. Die Mondphase, im ovalen Fenster mit Horizont, so, wie wir den Mond am Himmel wahrnehmen, ist von grosser Seltenheit. In perfekter Harmonie stehen dazu das ovale Datum- und Monatsfenster. Die gesamte Kalenderindikation wird, eine Rarität in dieser Art, über einen Drücker korrigiert: ganz gedrückt werden alle Indikationen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Monatslängen, geschaltet. Ein wenig gedrückt kann man den Wochentag unabhängig vom Datum schalten. Für eine Neueinstellung muss nun zuerst der Mond korrigiert werden, dann das Datum und zum Schluss der Wochentag. Eine etwas komplizierte Art, für den Sammler jedoch etwas Besonderes und Faszinierendes. Ein ewiger Kalender ist in dieser besonderen Ausführung an sich schon eine Rarität. Diese Seltenheit potenziert sich noch durch das feine Werk mit Chronometerhemmung nach dem hochpräzisen Wippenprinzip und der seltenen, sphärischen Spirale.

Charles Oudin (1768–1840) gehörte zu den bedeutenden Pariser Uhrmachern seiner Zeit und stand in engem Zusammenhang mit dem berühmten Uhrmacher Abraham-Louis Breguet. Ab 1797 fertigte Oudin unter eigenem Namen im Palais Royal feinste Präzisions- und Taschenuhren. Seine Werke verbinden technische Raffinesse mit der für die Pariser Uhrmacherkunst charakteristischen Eleganz.

Charles Oudin entwickelte auch besonders komplizierte Uhren. Dazu gehörten unter anderem Minutenrepetition, Kalenderfunktionen und die Zeitgleichung. Diese Funktionen zeigten neben der normalen Uhrzeit zusätzliche Informationen an und machten seine Uhren technisch besonders anspruchsvoll.

Schätzung: CHF 12'000 – 20'000EUR 13'640 – 22'730

Zuschlag: CHF 18'000

Details
Schuler Auktionen AG - Charles Oudin, Ewiger Kalender mit Mondphase, Paris, um 1890
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2038. Charles Oudin, Paris, mit Minutenrepetition (Petite/Grande Sonnerie), um 1890

Komplizierte, massive Lépine-Taschenuhr mit Selbstschlag
750 Gelbgold-Gehäuse, 55 mm. Im unteren Teil bei 5 Uhr der kleine Auslöseschieber für das Repetitionsschlagwerk in Gold gearbeitet. Weisses Emailzifferblatt mit schwarzen römischen Stundenzahlen und Minutenring. Kleine Sekunde bei 6 Uhr. Feine Goldzeiger für die Stunden- und Minutenanzeige, gebläuter Stahlzeiger für die Sekunde. In selten schöner Qualität gearbeitetes Schweizer Ankerwerk mit Kompensationsunruh. Kronenaufzug in beiden Richtungen, rechts herum das Schlagwerk, links herum das Gehwerk, Schlag- und Gangreserve. Auf dem Zifferblatt signiert CH. S OUDIN, korrespondierende Signatur auf der Platine und die Bezeichnung HORLOGER DE LA MARINE, auf der Cuvette signiert No 35.031. Funktionstüchtig.
- Sehr guter Erhaltungszustand.

Provenienz: Schweizer Privatbesitz, Zürich.

Charles Oudin (1768–1840) gehörte zu den bedeutenden Pariser Uhrmachern seiner Zeit und stand in engem Zusammenhang mit dem berühmten Uhrmacher Abraham-Louis Breguet. Ab 1797 fertigte Oudin unter eigenem Namen im Palais Royal feinste Präzisions- und Taschenuhren. Seine Werke verbinden technische Raffinesse mit der für die Pariser Uhrmacherkunst charakteristischen Eleganz.

Charles Oudin entwickelte auch besonders komplizierte Uhren. Dazu gehörten unter anderem Minutenrepetition, Kalenderfunktionen und die Zeitgleichung. Diese Funktionen zeigten neben der normalen Uhrzeit zusätzliche Informationen an und machten seine Uhren technisch besonders anspruchsvoll.

Schätzung: CHF 14'000 – 24'000EUR 15'910 – 27'270

Zuschlag: CHF 20'000

Details
Schuler Auktionen AG - Charles Oudin, Paris, mit Minutenrepetition (Petite/Grande Sonnerie), um 1890

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